Grauer Star – Symptome und Behandlung des Katarakts

Grauer Star oder Katarakt ist die häufigste Augenerkrankung bei Senioren. Ab dem 65. Lebensjahr hat beinahe jeder Mensch eine mehr oder weniger starke Trübung der Linse. Doch der Graue Star ist gut zu behandeln.

Grauer Star – Symptome und Behandlung

Pflaster – nicht mehr wegzudenken aus der Medizin

Ein Klebestreifen veränderte die Wundversorgung. Und seit 130 Jahren ist er unentbehrlich geworden.

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Zebrastreifen – der beste Insektenschutz

Zebrastreifen schützen effektiv vor lästigen Insekten (Foto: mandy/pixabay.com)
Zebrastreifen schützen effektiv vor lästigen Insekten
(Foto: mandy/pixabay.com)

Seit Jahren rätseln Wissenschaftler in aller Welt, warum das Zebra gestreift ist. Nun fanden sie endlich die Lösung: Das schicke schwarz-weiße Muster dient als Insektenschutz.

Experiment bestätigt Vermutung

Vermutet wurde schon lange, dass das gestreifte Fell der Zebras zur Abwehr lästiger und blutsaugender Insekten dient. Nun wurde diese Vermutung durch entsprechende Experimente bestätigt. Durch die Streifen können die Insekten den Körper der Zebras nicht gut erkennen und das macht eine Landung auf den Tieren schwierig. Die Theorie wurde schon seit 1979 diskutiert, konnte aber bis heute nicht bewiesen werden.

Wissenschaftler aus Ungarn und Schweden erforschten jetzt mit verschiedenen Experimenten, wie Insekten auf diverse Streifenmuster reagieren. Auf einer ungarischen Pferdefarm platzierten sie graue, schwarze, weiße und gestreifte Plastikpferde. Die Streifen der Modelle waren zusätzlich unterschiedlich in Breite und Anordnung. Um ausfindig zu machen, welches Muster die meisten blutsaugenden Bremsen anlockt, konstruierten die Wissenschaftler Fallen für die Stechfliegen.

Spezielles Fellmuster schützt vor Stechfliegen

Dafür füllten sie einige der wannenartigen Pferdemodelle mit Salatöl, in welchem die Bremsen landeten. Die Modelltiere mit den Zebrastreifen bestrichen sie darüber hinaus mit einem speziellen Kleber. Überraschenderweise landeten auf den gestreiften Plastikzebras die wenigsten Blutsauger. Und je schmaler die Streifen auf den Versuchsmodellen waren, desto weniger Insekten fielen auf die Klebstofffalle herein. Die Streifen, die einem Zebrafell am ähnlichsten waren, lockten die wenigstens Insekten an. Die Forscher folgern aus diesem Experiment, dass Zebras ein Fellmuster mit so schmalen Streifen entwickelt haben, damit es für Bremsen möglichst unattraktiv wirkt.

Gerade Bremsen sind überaus lästig. Ihre Stiche sind schmerzhaft und sie übertragen oft auch Krankheiten. Zuchtvieh fühlt sich häufig so stark beim Fressen auf der Weide gestört, dass die Tiere abmagern und Kühe weniger Milch produzieren. Dies kann für Landwirte sogar wirtschaftlich Probleme aufwerfen. Schon in früheren Experimenten konnte gezeigt werden, dass Tsetsefliegen, Überträger der Schlafkrankheit und der bei Tieren auftretenden Nagana-Seuche, gestreifte Zebra-Attrappen eher meiden. Wahrscheinlich können die Fliegen wegen der Anatomie ihrer Facettenaugen die Zebras aus der Entfernung nicht mehr als einzelne Körper identifizieren. Die Ergebnisse der aktuellen Studie sind im »Journal of Experimental Biology« nachzulesen.

Bionik führt zu verbesserten Produkten

Solche biologischen Lösungen können zu bionisch inspirierten Produkten führen. Die Bionik beschäftigt sich mit der »Entschlüsselung von Erfindungen der belebten Natur und ihre innovative Umsetzung in die Technik«. Ein bekanntes Beispiel ist die selbstreinigende Wirkung nach dem Vorbild der Lotuspflanze: der sogenannte »Lotus-Effekt®«. Diese aus der Natur abgeschaute Wirkungsweise wird inzwischen für die verschiedensten Produkte eingesetzt, beispielsweise Dachziegel oder Fassadenfarben.

Dass Zebrastreifen ein optimaler Schutz gegen lästige Insekten sind, hat sich nun ein Produzent von Insektenschutzgittern zunutze gemacht. Er startete im April 2011 einen Onlineshop für Insektenschutzsysteme unter dem Namen »ZEBRA insect screens«. Die Systeme sind in verschiedenen Ausführungen und Farben erhältlich und halten die Räume in der warmen Jahreszeit von lästigen Insekten fern. Die Firma spendet darüber hinaus aus allen Verkäufen jeweils einen Euro zur Malariabekämpfung.

So kann man den Blutdruck senken

Risiken und Behandlungsmöglichkeiten von Bluthochdruck: http://www.gesundheitundwissenschaft.com/2013/04/so-kann-man-den-blutdruck-senken.html

Dr. med. Veronica Carstens – Wegbereiterin für die integrative Medizin

Dr. med. Veronica Carstens 2009

Dr. med. Veronica Carstens starb am 25.01.2012 im Alter von 88 Jahren in einem Sanatorium in Bonn. Die Gattin des ehemaligen Bundespräsidenten Karl Carstens machte die Naturheilkunde wieder hoffähig in Deutschland.

Dr. med. Veronica Carstens, Fachärztin für innere Medizin, setzte sich immer für eine weniger technisierte Medizin ein. Die bessere Zusammenarbeit von Schulmedizin und Naturheilkunde war ihr oberstes Ziel und damit wurde sie zur Pionierin der integrativen Medizin. Dank ihrer Arbeit werden heute Naturheilverfahren und Komplementärmedizin wieder mehr in verschiedenen medizinischen Bereichen eingesetzt. Noch während der Präsidialzeit ihres Mannes gründete sie 1982 gemeinsam mit ihm die »Karl und Veronica Carstens-Stiftung«. Im Mittelpunkt der Stiftungsarbeit steht die wissenschaftliche Erforschung von Naturheilkunde, Homöopathie und Komplementärmedizin. 1983 gründeten Veronica und Karl Carstens zusätzlich die Patienten- und Förderorganisation »Natur und Medizin e.V.«, da das Thema »Naturheilkunde in der Medizin« in der Bevölkerung ein unerwartet großes Interesse hervorrief. Dem Verein traten innerhalb kürzester Zeit einige tausend Menschen bei und dank der finanziellen Unterstützung wurde die Carstens-Stiftung zum größten Geldgeber in der wissenschaftlichen Erforschung der Komplementärmedizin in Europa. Bis heute hat die Stiftung mehr Mittel bereitgestellt als das Bundesforschungsministerium oder die Europäische Union.

Vermittlerin zwischen Medizin und Naturheilkunde

Veronica Carstens war bei der Tätigkeit in ihrer internistischen Praxis häufig unzufrieden mit den Nebenwirkungen zahlreicher Medikamente. Doch für die Wirksamkeit der verschiedenen Naturheilverfahren fehlten oft die wissenschaftlichen Nachweise. Veronica Carstens wollte hier vermitteln, obwohl Mitte der 1980er Jahre die Kluft zwischen Naturheilkunde und Schulmedizin größer denn je war. Doch ihr gelang es Wissenschaftlicher und naturheilkundliche Ärzte an einen Tisch zu bringen. Es ist ihrem unermüdlichen Einsatz zu verdanken, dass die Arzneimittel der besonderen Therapierichtungen im Arzneimittelgesetz festgeschrieben und Naturheilverfahren Bestandteil der Approbationsordnung für Ärzte wurden. Nach Auffassung von Veronica Carstens soll der Arzt immer im Einzelfall entscheiden können, ob schulmedizinische oder naturheilkundliche Verfahren die besten Heilungschancen für den Patienten bieten.

Projekte der Carstens-Stiftung

Zentrale Projekte der Carstens-Stiftung sind verschiedene Hochschulambulanzen für Naturheilkunde, beispielsweise an der Universitätsfrauenklinik Heidelberg, an der Universitätsklinik Freiburg oder am Klinikum Jena. Aktuellstes Förderprojekt ist eine Stiftungsprofessur an der Charité Berlin zur Erforschung der Komplementärmedizin. Die Carstens-Stiftung besitzt inzwischen die wichtigste europäische Fachbibliothek und Datenbank für Komplementärmedizin. Sie bietet Patienten und Journalisten neutrale Informationen, ohne Einfluss von Politik und Wirtschaft.

Offenheit für Neues

Veronica Carstens war immer aufgeschlossen und vorurteilsfrei gegenüber neuen und unkonventionellen Therapieansätzen innerhalb der Medizin. Sie nutzte ihre Kontakte und versuchte durch zahlreiche öffentliche Auftritte und Gespräche die Berechtigung der Naturheilkunde zu verdeutlichen und politische Entscheidungen zu beeinflussen. Dafür erntete sie, besonders in den ersten Jahren ihres Engagements, auch viel Kritik und zahlreiche Anfeindungen. Die überzeugte Demokratin rief auch die Mitglieder des Vereins »Natur und Medizin« dazu auf, die politischen Möglichkeiten als Bürger zu nutzen. Nach der Wiedervereinigung setzte sie sich besonders für eine Verbreitung der Naturheilkunde in den neuen Bundesländern ein. Veronica Carstens blieb bis zu ihrem Tod eine passionierte Medizinerin. Auch nach dem sie 2008 ihre internistische Praxis aufgab, sorgte sich Veronica Carstens immer um das Wohlergehen und die Gesundheit ihrer Mitmenschen. Sie hatte stets ein offenes Ohr und nahm immer Anteil am Schicksal der Menschen, die ihren Rat suchten. Sie gab Mut und forderte gleichzeitig dazu auf, sich nicht dem Schicksal zu ergeben, sondern selbst aktiv nach Lösungen zu suchen.
Eine Gedenkfeier zum Abschied von Veronica Carstens findet am 13.02.2012 ab 13 Uhr in der Beethovenhalle in Bonn statt.

Quelle: carstens-stiftung,de
Bildnachweis: Bernardo Friese/Carstens-Stiftung

Das Salz in der Suppe – für Senioren ein Muss

Quelle: Bilderkiste.de
Natriummangel hat Auswirkungen

Ernährungswissenschaftler und Mediziner empfehlen immer noch generell eine möglichst salzarme Ernährung. Insbesondere zur Vorbeugung von Bluthochdruck soll die Verwendung von Kochsalz eingeschränkt werden.

Aktuelle Studien regen neue Diskussionen an

Neuere Studien zeigen, dass der Einfluss von Kochsalz auf den Blutdruck überschätzt wird. Vor allem Menschen ohne Vorerkrankungen brauchen nicht auf Salz beim Kochen zu verzichten. Lediglich bei Bluthochdruckpatienten kann es sinnvoll sein, den Salzkonsum in Maßen zu halten.
Gesunde Menschen entwickeln nicht zwingend eine Hypertonie (Bluthochdruck), wenn sie überdurchschnittlich viel Salz aufnehmen. Auch das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall wurde nicht erhöht. Die Auswertung verschiedener Studien ergab sogar, dass in den Gruppen mit dem niedrigsten Salzkonsum eine höhere Sterblichkeitsrate vorlag als in den anderen Gruppen.

Salzmangel kann Folgen haben

Weil im höheren Lebensalter Appetit und Durstgefühl nachlassen, kann es bei Senioren schneller zu Salzmangel kommen. Ältere Menschen essen oft nur noch wenig und trinken auch nicht genügend, um ein Defizit an Elektrolyten auszugleichen. Viele Senioren ernähren sich zudem schon natriumarm, um Bluthochdruck zu vermeiden und weil salzarme Speisen als besonders gesund gelten.
Doch diese Ernährungsweise kann speziell für Senioren negative Folgen haben: der Salz-Wasser-Haushalt kommt aus dem Gleichgewicht und als Folge können Muskelschwäche, Beeinträchtigung der geistigen Leistungsfähigkeit und eine erhöhte Sturzneigung auftreten. Menschen mit einem Natriummangel sind weniger aufmerksam und können Probleme mit dem Gleichgewicht haben. Schon ein leichter Salzmangel zeigt ähnliche Auswirkungen wie ein Blutalkoholspiegel von 0,6 Promille.
Senioren leiden nicht zuletzt häufig an Herz- oder Nierenerkrankungen, die einen erhöhten Elektrolytverlust zur Folge haben. Ebenso kann es unter der Einnahme von entwässernden Medikamenten (Diuretika) zu vermehrtem Natriumverlust kommen.

Aufklärung weiterhin erforderlich

Bei der 19. Aachener Diätetik Fortbildung forderte Dr. Dag Schütz weitere Forschungen bezüglich des Natriummangels. Die Folgen einer chronischen Unterversorgung mit Salz sind noch zu wenig untersucht worden. Deutlich ist, dass Senioren wegen ihres Essverhaltens, bestehender Vorerkrankungen und bei der Einnahme bestimmter Arzneimittel besonders gefährdet sind. Ein über längere Zeit deutlich erniedrigter Blutdruck und darüber hinaus Appetitverlust stellen Hinweise auf einen Natriummangel dar. Untersuchungen ergaben, dass 23 Prozent der Senioren, die stationär im Krankenhaus aufgenommen werden, aber noch mobil sind, einen zu niedrigen Kochsalzspiegel aufweisen. Bei den bettlägerigen Patienten wiesen sogar mehr als 35 Prozent bei der Klinikaufnahme einen reduzierten Natriumspiegel auf. Ältere Menschen dürfen also getrost eine Prise Salz zusätzlich aufs Frühstücksei streuen.

Quellen: Springermedizin, djd

Foto: bilderkiste.de