Matcha-Tee – Powergetränk für die Winterzeit

Matcha

Im Winter sind heiße Getränke angenehm wärmend und wohltuend. »Matcha«-Tee wirkt aufmunternd und entspannend.

Viele Menschen kämpfen im Winter mit Müdigkeit und Antriebslosigkeit. Kurze Tage und frühe Dunkelheit nehmen die Lust, etwas zu unternehmen. Es fehlt an Energie und auch die Konzentration leidet. Die Ursache liegt in der Umstellung des Stoffwechsels.
In der kalten und dunklen Jahreszeit wird mehr Melatonin ausgeschüttet, das vom Organismus abgebaut werden muss. Dagegen hilft vor allem viel Bewegung im Freien, Gemüse und Obst und Tee trinken.

Matcha-Tee – der grüne Kick aus Japan

Matcha-Tee, ein zu sehr feinem Pulver vermahlener japanischer Grüntee, ist der gesundheitsfördernde und gleichzeitig köstliche Kick, der in Japan seit vielen Generationen geschätzt wird. Das heutige Trendgetränk wurde vor mehr als 800 Jahren von japanischen Mönchen erfunden.
»Matcha-Tee ist eine sehr gesunde Alternative zum Kaffee, tut gut und lässt uns Energie tanken. Eine Tasse Matcha-Tee als Power-Schub während des Tages – und schon verschwinden Energielosigkeit und Müdigkeit«, erklärt Thomas M. Grömer, Experte in Sachen Tee und Geschäftsführer bei Aiya Europe, dem international führenden Hersteller von Matcha-Tee in biologischer Qualität.

Matcha-Tee hat viele gesunde Inhaltsstoffe

Zur Herstellung von Matcha, werden Tencha-Teeblätter sehr fein gemahlen. Ein Aufguss dieses speziellen Grüntees enthält rund zehnmal mehr Inhaltsstoffe als klassische Sorten und fünfmal so viel Koffein wie eine Tasse Kaffee. Ein zusätzliches Plus sind seine vielen Aminosäuren, wie beispielsweise L-Theanin. Dessen beruhigende und ausgleichende Wirkung sorgt für einen klaren und wachen Geist und macht Matcha-Tee zum gesunden Wachmacher.

»Matcha-Trinker können die Vorteile des vollständigen vermahlenen Teeblatts genießen. Sie nehmen die gesamten Bestandteile an Vitaminen, Antioxidantien, Mineralstoffen und Ballaststoffen des grünen Tees auf. Mit einem wohlschmeckenden Nebeneffekt: Matcha-Tee schmeckt süßlich, sanft und cremig – ideal im Winter«, so Tee-Experte Thomas M. Grömer.

Matcha-Tee – einfache Zubereitung auf traditionelle Art

Das Getränk wird traditionell als sogenannter »Shot« zubereitet. Frisches ,möglichst weiches und gefiltertes Wasser aufkochen und auf etwa 80 Grad Celsius abkühlen lassen. Dafür öffnet man nach dem Aufkochen den Wasserkocher und wartet etwa zehn Minuten. Einen halben Teelöffel oder zwei Bambuslöffel »Matcha«, zum Beispiel der Sorte »Ceremonial Matcha Hikari«, in eine Matcha-Schale oder eine gewöhnliche Müslischale geben. Mit etwa 80 Millilitern heißem Wasser aufgießen und den Tee mit einem Matcha-Besen ungefähr 15 Sekunden schaumig schlagen. Noch bequemer geht das mit einem Milchaufschäumer.
Der Tee sowie das entsprechende Zubehör sind ab sofort exklusiv auf http://www.teegschwendner.de erhältlich oder in den Tee-Fachgeschäften von TeeGschwendner.

Matcha-Variation – »Matcha Latte«

Eine köstliche Alternative zum bekannten Latte macchiato ist der »Matcha Latte«, der sich auch zu Hause spielend mixen lässt. Einfach einen Esslöffel beispielsweise »Matcha Latte to Go« von Aiya mit 50 Millilitern heißem Wasser (80 Grad Celsius) aufgießen und verquirlen, 250 Milliliter aufgeschäumte Milch hinzugeben, umrühren – fertig ist der »Matcha Latte«. »Matcha Latte« schmeckt auch ausgezeichnet mit Soja-, Hafer- oder Reismilch. Mit dieser Mischung und einem guten Buch lassen sich lange kalte Winterabende gut überstehen.

Lupine – die europäische Alternative zu Soja

Die Süßlupine als hochwertiger Eiweißlieferant

BSE, Gammelfleisch und ähnliche Fleischskandale haben dazu geführt, dass dem Verbraucher zunehmend die Lust aufs Schnitzel vergeht. Hinzu kommt, dass immer Menschen ihren Fleischkonsum aus gesundheitlichen Gründen einschränken wollen oder müssen. Bei einer Umstellung der Ernährung auf ausschließlich oder überwiegend vegetarische Kost sollte man darauf achten, dass es nicht zu einer Unterversorgung mit essenziellem Eiweiß kommt.

Eiweiß beugt Muskelabbau vor

Gerade während einer Gewichtsreduktion muss auf ausreichende Zufuhr von Eiweiß geachtet werden. Eine Unterversorgung mit Eiweiß lässt die Muskeln nämlich schrumpfen. Damit es nicht zum Muskelabbau kommt, sollte man pflanzliche Eiweißquellen nutzen. Wichtige Eiweißlieferanten sind beispielsweise Bohnen, Nüsse, Kartoffeln, Soja und Samen. Wer nicht gänzlich auf tierische Produkte verzichtet, kann natürlich auch Milch und Milchprodukte weiter in seinen Speiseplan einbauen. Wichtig ist es auch, regelmäßig und ausreichend zu essen, damit keine Heißhungerattacken auftreten.

Alternative zu Soja

Vor einigen Jahren entdeckte man die Süßlupine als idealen Eiweißlieferanten und als Alternative zu Soja. Soja wird inzwischen häufig genetisch verändert und über die daraus resultierenden Langzeitfolgen ist noch wenig bekannt. Für den gesundheitsbewussten Verbraucher können Lupinenprodukte also eine adäquate Ausweichmöglichkeit sein.
Die Süßlupine, eine aus dem Mittelmeerraum stammende Hülsenfrucht, wird heute in ganz Europa angebaut. Ursprünglich enthielten die Pflanzen viele bittere und giftige Alkaloide. Diese Giftstoffe konnten jedoch herausgezüchtet werden.

Beste Inhaltstoffe

Lupinenbohnen liefern etwa 30 bis 40 Prozent hochwertiges Eiweiß. Sie enthalten alle essenziellen Aminosäuren. Unter anderem auch Lysin, das in den meisten Getreidesorten kaum vorhanden ist. Lysin ist an wichtigen Funktionen im Organismus beteiligt. Lysin fördert die Mineralstoffaufnahme, wirkt auf den Blutdruck ein und trägt zur Immunabwehr und schneller Wundheilung bei.
Lupinen enthalten weitaus weniger Fett als Sojabohnen, nur etwa vier bis sieben Prozent. Zusätzlich handelt es sich um die wertvollen einfach und mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Viel Carotinoide und Vitamin E schützen die Fettsäuren vor Oxidation. Lupinenbohnen sind cholesterinfrei, optimal für alle die Probleme mit dem Fettstoffwechsel haben.

Süßlupine auch für Allergiker

Süßlupine enthält weder Stärke noch Gluten, dafür reichlich Mineralstoffe und Spurenelemente wie Kalzium, Kalium, Magnesium und Eisen. Auch sekundäre Pflanzenstoffe (Isoflavonoide), denen wissenschaftlich eine krebshemmende und zellschützende Wirkung zugeschrieben wird, sind in der Süßlupine reichlich zu finden.
Im Gegensatz zu anderen Hülsenfrüchten sind Lupinenbohnen leichter verdaulich, denn sie enthalten weniger blähende Substanzen. Lupinen enthalten kein Purin, sind also ein ideales Lebensmittel für Gichtpatienten. Da sie ohnehin unter einem erhöhten Harnsäurespiegel leiden, sollten sie auf purinreiche Nahrungsmittel verzichten.
Lupinen enthalten im Vergleich zu Sojabohnen weniger allergene Stoffe. Lupine enthält keine Laktose und ist daher auch für Menschen mit Laktoseintoleranz geeignet.
Süßlupinen sind wenig umweltbelastend, denn sie wachsen in ganz Europa und Produkte aus Lupinensamen stammen aus ökologischem Anbau. In Deutschland ist Mecklenburg-Vorpommern Hauptanbaugebiet für Süßlupinen.

Lupinen-Tofu – es muss nicht immer Soja sein

Verschiedene Lebensmittelhersteller und Forschungsinstitute haben sich rund um Neubrandenburg zusammengeschlossen. Unter dem Namen „PlantsProFood“ wollen sie die Nutzungsmöglichkeiten der Lupine als Lebensmittelzutat weiter untersuchen.
Auch wenn die großflächige Anwendung von Lupinenprodukten noch langsam vorangeht, so gibt es inzwischen doch schon verschiedene Nahrungsmittel mit Lupineninhaltsstoffen. Lebensmittelhersteller schätzen vor allem das Lupinenmehl. Wegen des hohen Fettanteils können bei der Produktion von Backwaren sogar Eier eingespart werden. Neben Lupinenmehl findet man auch Grieß, Schrot und Kleie aus Lupinensamen. Aus Lupinensamen kann man ein quarkähnliches Eiweißkonzentrat herstellen, das Tofu sehr ähnelt. Das Produkt wird unter dem Namen „Lopino“ als Block, Brotaufstrich und Bratling im Handel angeboten.
Auch Lupinenkaffee wird inzwischen von einigen Händlern angeboten. Er ist magenfreundlich, denn durch eine lange Röstzeit von 20 Minuten enthält er kaum Reiz- und Gerbstoffe.
Seit Mai 2011 ist sogar ein Eis namens „Lupinesse“ in einigen Edeka-Supermärkten im Sortiment. Das Eis wurde von der Firma Prolupin GmbH entwickelt und schmeckt wie herkömmliches Speiseeis. Es ist jedoch cholesterin- und laktosefrei, da bei der Herstellung auf Milch verzichtet wird.
Produkte aus Süßlupine können also zu einer gesünderen und trotzdem schmackhaften Ernährung beitragen. Bezugsquellen sind Naturkostläden, Drogeriemärkte und Internetshops.
Einziger Wermutstropfen der Süßlupine: wer allergisch auf Erdnüsse reagiert, bei dem kann auch der Verzehr von Lupinenprodukten allergische Reaktionen auslösen.

Quellen: WDR, Fraunhofer IVV, UGB-Vereine für Unabhängige Gesundheitsberatung in Europa,

weitere Informationen: http://www.zentrum-der-gesundheit.de/

Natürliche Mittel bei Migräneattacken

Migränepatienten sind in ihrer Lebensqualität meist sehr stark beeinträchtigt. Was man neben den bewährten Medikamenten wie Triptanen noch einsetzen kann lesen Sie im Onlinemagazin Suite101.

http://angelika-lensen.suite101.de/migrane-mit-magnesium-austricksen-a122645

Magnesium – das unterschätzte Mineral

Die Bedeutung des Mineralstoffs Magnesium für unsere Gesundheit wird noch weit unterschätzt. Weitere Informationen beim Onlinemagazin Suite101:

http://angelika-lensen.suite101.de/magnesium—das-unterschaetzte-mineral-a121983

Warum wir fettes Essen so sehr lieben

Chips machen süchtig

Insgeheim haben wir es ja schon immer geahnt: Pommes Frites, Currywurst, Hamburger, Pizza, Chips, all diese von uns so geliebten fetten Köstlichkeiten machen uns süchtig. Süchtig nach mehr fettem Essen. Wissenschaftler fanden nun neue Erklärungen für diesen ungesunden Zwang.

Regelmäßig überfällt uns ein richtiggehender Heißhunger auf Fast Food und Co. Und wir sind hilflos, wehrlos, machtlos. Wir sind nicht in der Lage uns diesen Verlockungen zu entziehen. Obwohl wir wissen, dass zu viel Fett nicht gut für uns ist und im Laufe der Zeit zu ernsten Folgeerkrankungen wie Diabetes, Herz-Kreislauf-Krankheiten und Krebs führen kann.

Amerikanische Forscher der University of California in Irvine haben nun bei Versuchen mit Ratten interessante Reaktionen beobachtet. Sie stellten fest, dass die Darmzellen eine körpereigene Droge abgeben, die die Lust auf fettiges Essen fördert. Dabei reicht schon der Geschmack von Fett aus, um die Produktion der sogenannten Endocannabinoide auszulösen. Endocannabinoide sind verwandt mit dem Cannabis der Hanfpflanze. Sie bewirken die Ausschüttung von Verdauungssäften und fördern so das Hungergefühl.

Zukünftig die Pille gegen den Fetthunger?

Die Ratten erhielten bei der Studie fettreiche Nahrung in Form von Maisöl-Emulsionen. Die Tiere durften an dem Öl allerdings nur lecken, es aber nicht verschlucken. Anschließend wurden mittels regelmäßiger Probenentnahmen Messungen der Endocannabinoid-Konzentration in verschiedenen Hirnregionen und Körpergeweben der Nager durchgeführt. Die Werte stiegen jedoch nur im vorderen Abschnitt des Verdauungstraktes an und nicht im Gehirn oder in anderen Gewebestrukturen. Weiterhin zeigt sich dieser Effekt nicht bei der Aufnahme von Zucker oder Protein. Dies beweist, dass Endocannabinoide eine wichtige Rolle bei der Regulation der Fettaufnahme spielen. Die Forscher hoffen, diesen Mechanismus in Zukunft beeinflussen zu können und den Appetit auf fettes Essen zu bremsen.
Endocannabinoide binden an spezielle Rezeptoren (Andockstellen). Diese Ansatzstellen können vielleicht genutzt werden, um den Heißhunger auf Fett mit Medikamenten zu dämpfen. Eine Substanz, die die entsprechenden Rezeptoren blockiert, könnte übergewichtigen und adipösen Patienten helfen, das Hungergefühl zu stoppen. Und weil diese Medikamente nicht im Gehirn wirken, entfallen Nebenwirkungen wie Angst und Depressionen. Diese unerwünschten Wirkungen wurden nämlich beobachtet, wenn man die Endocannabinoid-Signale im Gehirn ausschaltet, erklärte der Leiter der Studie, Daniele Piomelli. Die Wissenschaftler vermuten eine Schalterfunktion der Endocannabinoide. Mehr Endocannabinoide regen den Fetthunger an, eine Abnahme des Endocannabinoid-Spiegels löst Sättigung aus. Diese Vermutung muss noch durch weitere Experimente bestätigt werden. Die Studienergebnisse wurden im Fachmagazin „Proceedings of the National Academy of Sciences“ (PNAS) veröffentlicht.

Die Lust auf Fett ist ein Erbe unserer Vorfahren, denn Fette sind notwendig für die Funktion unserer Körperzellen, sind aber rar in der Natur. In unserer heutigen Gesellschaft sind Fette leicht und dauernd verfügbar. Fast Food und Fertiggerichte sind mit übermäßigen Einfach-Fetten zubereitet, denn Fett ist ein Geschmacksträger. Je mehr Fett, desto größer das Geschmackserlebnis. Dies macht sich die Lebensmittelindustrie zunutze und verwendet immer mehr Fett bei der Herstellung von Nahrungsmitteln. Ein übermäßiger Genuss macht uns jedoch krank und führt zu Fettleibigkeit, Diabetes, Krebs und Gefäßerkrankungen.

Das Endocannabinoid-System regelt wichtige Prozesse

Schon 2008 hat eine Forschergruppe mit Wissenschaftlern der Universitäten Bonn und Mainz unter der Leitung von Professor Dr. Andreas Zimmer begonnen, das Endocannabinoid-System genauer unter die Lupe zu nehmen. Die Substanzen, die dem Drogeninhaltsstoff THC (Tetrahydrocannabinol) ähneln, scheinen im menschlichen Organismus eine Schlüsselrolle zu spielen. THC, das für die berauschende Wirkung im Marihuana verantwortlich ist, dockt im Gehirn an bestimmte Stellen in den Neuronen an, den sogenannten CB1-Rezeptoren. Dadurch verändert sich die Signalverarbeitung und die Folge ist ein Rauschzustand. Neben der Regulierung diverser Prozesse im Zentralnervensystem ist das Endocannabinoid-System auch an der Steuerung des Immunsystems und der Zellkommunikation beteiligt.
Der Mensch hat CB1-Rezeptoren, weil wir selbst Substanzen produzieren, die an diese Rezeptoren binden. Diese Endocannabinoide beeinflussen dadurch bestimmte Hirnregionen und ihre Funktionen, beispielsweise das Gedächtnis.
Das Endocannabinoid-System hat eine wichtige Rolle im menschlichen Körper und bei Störungen des Gleichgewichts treten Herzerkrankungen, Allergien, Osteoporose und Gedächtnisstörungen auf.

Doch Endocannabinoide wirken nicht nur im Gehirn, sondern auch in anderen Zellen. Dazu binden sie an eine andere Zielstruktur, den CB2-Rezeptor, der in den Gehirnzellen nicht vorkommt. So regulieren sie auch das Knochenwachstum und Entzündungsvorgänge in der Haut und sorgen nach Stresssituationen dafür, dass Körperfunktionen wie Blutdruck und Puls wieder zum Normalzustand zurückkehren. Dauerstress ist für den menschlichen Organismus extrem schädlich. Fehlfunktionen des Endocannabinoid-Systems führen deshalb zu ernsthaften Krankheiten wie Depressionen, chronischen Schmerzzuständen, Herzkrankheiten und Drogensucht.
Die Wissenschaftler der Universitäten Bonn und Mainz erforschen, wie der Körper das System reguliert. Endocannabinoide haben nur eine kurze Lebensdauer. Sie werden oft innerhalb weniger Minuten abgebaut. Die Forscher wollen wissen, wie dieser Abbau funktioniert und ob er mit Medikamenten zu beeinflussen ist. Weitere Untersuchungen sollen klären, welche Folgen Fehlfunktionen der CB1- und CB2-Rezeptoren haben. Mittelfristig hoffen die Wissenschaftler auf neue Erkenntnisse wie Depressionen oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen entstehen und wie man sie erfolgreich behandeln kann.

Lupinensamen – ein Nahrungsmittelrohstoff der Zukunft

Lupinenproteine machen’s möglich: In Zukunft könnten Fleisch- und Wurstwaren deutlich fettärmer hergestellt werden.

Übergewicht und Fettleibigkeit (Obesitas) haben in den letzten Jahrzehnten dramatisch zugenommen. Schon Kinder wiegen oftmals zu viel und der hohe Fleischkonsum tut ein Übriges dazu. In Ländern wie China und Brasilien steigt der Fleischverbrauch noch immer an. Seit 1961 ist weltweit der Verzehr an rotem Fleisch auf das Vierfache angewachsen. Rotes Fleisch sind Produkte von Rind, Schwein oder auch Lamm.

Pflanzliche Nahrungsmittelerzeugung ist ertragreicher

Die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen FAO geht sogar von einer Verdoppelung der globalen Fleischproduktion bis 2050 aus. Diese wachsende Fleischproduktion erfordert große Flächen an Ackerland. Für ein Kilogramm Fleisch sind sieben bis 16 Kilogramm Tierfutter in Form von Getreide oder Sojabohnen notwendig. Doch die weltweiten Ressourcen an Anbauflächen sind begrenzt. Und der Anbau von Pflanzen als Nahrungsmittel ist erheblich weniger flächenintensiv. Die Erzeugung von einem Kilo Fleisch erfordert 40 Quadratmeter. Auf derselben Fläche könnte man jedoch 120 Kilo Möhren oder 80 Kilo Äpfel anbauen. Deshalb arbeiten Forscher mit Hochdruck daran, möglichst viele Pflanzenbestandteile für die Ernährung zu nutzen. In Zukunft sollen pflanzliche Zutaten tierische Rohstoffe ersetzen. Lupinensamen könnten zur Herstellung von fettarmen und schmackhaften Wurst- und Fleischwaren genutzt werden. Aus den Samen wird eine cremige Proteinmasse gewonnen, die sich für Würste mit reduziertem Fettanteil eignet.

Und die Forscher haben noch weitergehende Pläne: aus Pflanzen können auch technische Rohstoffe und Energieträger erzeugt werden. Dr.-Ing. Peter Eisner vom Fraunhofer-Institut für Verfahrenstechnik IVV in Freising führt als Beispiel die Verarbeitung von Sonnenblumenkernen an. Sie werden gepresst zur Gewinnung von entsprechendem Öl und die Reste werden als minderwertiges Tierfutter verwendet. Das bringt einen Ertrag von 950 Euro pro Hektar Anbaufläche. Würden alle Bestandteile verarbeitet, beispielsweise für die Grundstoffherstellung der Kosmetik-, Lebensmittel- und Kraftstoffindustrie, wäre ein Ertrag von 1770 Euro pro Hektar möglich.

Lupinenproteine anstatt tierische Fette als Geschmacksträger

Das besondere Augenmerk bleibt auf die Nutzung von pflanzlichen Lebensmittelzutaten als Ersatz für tierische Nahrungsprodukte gerichtet. Eisner präsentiert einen Milchersatz aus Lupinenproteinen. Er kann als Grundlage für Käse oder Speiseeis eingesetzt werden. Er ist geschmacksneutral, laktosefrei, ohne Cholesterin und zusätzlich reich an mehrfach ungesättigten Fettsäuren, die essenziell für eine gesunde Ernährung sind. Eisners Kollegin Daniela Süßmann entwickelte aus Lupinensamen ein neues pflanzliches Proteinisolat, dass fettähnliche Eigenschaften aufweist. Die mikroskopische Struktur ähnelt den Fetten in Wurstbrät. Die Proteinmasse eignet sich daher optimal zur Fertigung magerer Wurstsorten, die einen genauso guten Geschmack haben wie die Originalwürste. So lässt sich fettarme Leberwurst durch Zugabe von zehn Prozent Proteinisolat deutlich in der Konsistenz verbessern. Besonders im Bereich der Wurstwaren wäre diese Fettreduktion wünschenswert, da gerade sie zu den fettreichen Lebensmitteln gehören. In Deutschland werden durchschnittlich 31 Kilo Wurst pro Kopf und Jahr gegessen. Folglich nehmen Übergewicht und Herz-Kreislauferkrankungen zu. Könnten mehr tierische Fette durch pflanzliche Anteile ersetzt werden, würde sich dies vorteilhaft auf mehrere Bereiche auswirken: weniger Aufnahme an tierischem Fett für die Verbraucher, höhere Erträge für die Landwirte und weniger Belastung für die Umwelt, weil die Produktion von Pflanzen nachhaltiger ist als die Fleischerzeugung.