Wie auch Fleischesser (unbewusst) Soja essen ~ Gesundheit & Wissenschaft

Soja steckt inzwischen in einer Vielzahl von Produkten. Auch zur Fleischproduktion wird Soja verwendet:

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Unser tägliches Soja gib uns heute | www.pocketstory.com

Auch wer sich nicht zu den Vegetariern oder Veganern zählt, iss wahrscheinlich täglich Soja:

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Gesundheit & Wissenschaft: Soja und Rotklee bei Wechseljahresbeschwerden

Heilpflanzen wie Soja und Rotklee können mit ihren Phytoöstrogenen Wechseljahresbeschwerden lindern, wie eine Analyse der Erasmus-Universität Rotterdam bestätigt:

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Gesundheit und Wissenschaft: Spinat und Eier erhöhen die Reaktionsschnelligkeit

Nahrungsmittel wie Spinat und Eier, die reich an Tyrosin sind, lassen uns schneller reagieren:

Gesundheit und Wissenschaft: Spinat und Eier erhöhen die Reaktionsschnelligkeit.

Bakterien bedrohen Bohnenpflanzen

Sojabohnen werden von Bakterien bedroht

Vermutlich durch verunreinigtes Saatgut wurden Sojapflanzen auf einem Versuchsfeld in Thüringen mit Bakterien infiziert. Doch dieses Bakterium ist nicht nur für Sojapflanzen gefährlich, sondern auch für heimische Buschbohnen, wie Forscher feststellten.

Die Krankheit stellt sich für den Laien harmlos dar, doch bei Experten läuten alle Alarmglocken beim Anblick der vielen winzigen gelben Punkte auf den dunkelgrünen Blättern der Sojapflanzen. Daher auch der Name der Krankheit: »Tan Spot Desease«. Sie wird von Bakterien verursacht, die hauptsächlich in Südamerika und im Mittelmeerraum vorkommen. Mikrobiologen der Universität Jena staunten dann auch nicht schlecht, als sie das Bakterium namens Curtobacterium flaccumfaciens auf einem thüringischen Versuchsfeld mit Sojapflanzen nachweisen konnten.

Sojapflanzen doppelt infiziert

Die Wissenschaftler der Universität Jena verdächtigten zuerst ein anderes Bakterium als Ursache für die Pflanzenschäden. Der Erreger Pseudomonas syringae ist auch hierzulande weit verbreitet und für die meisten Infektionen an Sojabohnen verantwortlich. Die Sojapflanzen zeigen bei einem Befall mit Pseudomona syringae ein ähnliches Krankheitsbild wie bei der »Tan Spot Desease«.

Bei einer mikrobiologischen Untersuchung stellte sich heraus, dass die Sojapflanzen doppelt infiziert waren. Einerseits konnten die Forscher das häufig vorkommende Pseudomonas syringae nachweisen, zusätzlich waren die Pflanzen aber auch mit Curtobacterium flaccumfaciens infiziert.

Infektion durch verseuchtes Saatgut

Die Wissenschaftler in Jena können nur vermuten, dass die Erreger über bereits infiziertes Saatgut nach Deutschland gelangt sind. Die Gefahr besteht darin, dass das Krankheitsbild der beiden Bakterienarten sehr ähnlich ist. Werden die Erreger nicht rechtzeitig bemerkt, breiten sie sich auch auf heimischen Feldern aus und können auch andere Pflanzen befallen.

Denn die Forscher in Jena stellten bei einem Versuch fest, dass das Curtobacterium auch einheimischen Pflanzen gefährlich werden kann. Sie infizierten in einem Gewächshausversuch heimische Gartenbuschbohnen mit dem aus den Sojapflanzen isolierten Curtobacterium. Die Krankheitssymptome stellten sich noch wesentlich schlimmer dar als bei den Sojapflanzen. Binnen drei Wochen verloren die Buschbohnen fast alle Blätter und die verbliebenen waren schwer geschädigt. Das macht deutlich, welche Gefahr von dem Erreger auch für heimische Nutzpflanzen ausgeht. Die Pflanzenbestände wurden nach den Versuchen vollständig vernichtet, um eine Gefährdung anderer Pflanzen zu vermeiden.

Verhindern lässt sich das Einschleppen solcher Bakterien nur durch engmaschige und gewissenhafte Kontrollen des Saatguts. Denn sind die Pflanzen einmal von den Erregern befallen und erkrankt, gibt es keinerlei Möglichkeit sie zu behandeln. Eine Therapie gegen die Bakterien gibt es bis jetzt nicht. Großflächigem Pflanzenschaden ist also nur durch entsprechende Vorsorge- und Kontrollmaßnahmen zu begegnen. Eine notwendige mikrobiologische Kontrolle bei der Einfuhr von Soja-Saatgut ist in Deutschland bislang jedoch nicht vorgeschrieben. Wie die Studienergebnisse allerdings zeigen, wäre dies nicht nur wünschenswert, sondern dringend erforderlich.

Quelle:

Sammer UF, Reiher K: Curtobacterium flaccumfaciens pv. flaccumfaciens on Soybean in Germany – A Threat for Farming, Journal of Phytopathology 2012, Vol. 160 (6), pp 314-316, DOI: 10.1111/j.1439-0434.2012.01902.x

Lupine – die europäische Alternative zu Soja

Die Süßlupine als hochwertiger Eiweißlieferant

BSE, Gammelfleisch und ähnliche Fleischskandale haben dazu geführt, dass dem Verbraucher zunehmend die Lust aufs Schnitzel vergeht. Hinzu kommt, dass immer Menschen ihren Fleischkonsum aus gesundheitlichen Gründen einschränken wollen oder müssen. Bei einer Umstellung der Ernährung auf ausschließlich oder überwiegend vegetarische Kost sollte man darauf achten, dass es nicht zu einer Unterversorgung mit essenziellem Eiweiß kommt.

Eiweiß beugt Muskelabbau vor

Gerade während einer Gewichtsreduktion muss auf ausreichende Zufuhr von Eiweiß geachtet werden. Eine Unterversorgung mit Eiweiß lässt die Muskeln nämlich schrumpfen. Damit es nicht zum Muskelabbau kommt, sollte man pflanzliche Eiweißquellen nutzen. Wichtige Eiweißlieferanten sind beispielsweise Bohnen, Nüsse, Kartoffeln, Soja und Samen. Wer nicht gänzlich auf tierische Produkte verzichtet, kann natürlich auch Milch und Milchprodukte weiter in seinen Speiseplan einbauen. Wichtig ist es auch, regelmäßig und ausreichend zu essen, damit keine Heißhungerattacken auftreten.

Alternative zu Soja

Vor einigen Jahren entdeckte man die Süßlupine als idealen Eiweißlieferanten und als Alternative zu Soja. Soja wird inzwischen häufig genetisch verändert und über die daraus resultierenden Langzeitfolgen ist noch wenig bekannt. Für den gesundheitsbewussten Verbraucher können Lupinenprodukte also eine adäquate Ausweichmöglichkeit sein.
Die Süßlupine, eine aus dem Mittelmeerraum stammende Hülsenfrucht, wird heute in ganz Europa angebaut. Ursprünglich enthielten die Pflanzen viele bittere und giftige Alkaloide. Diese Giftstoffe konnten jedoch herausgezüchtet werden.

Beste Inhaltstoffe

Lupinenbohnen liefern etwa 30 bis 40 Prozent hochwertiges Eiweiß. Sie enthalten alle essenziellen Aminosäuren. Unter anderem auch Lysin, das in den meisten Getreidesorten kaum vorhanden ist. Lysin ist an wichtigen Funktionen im Organismus beteiligt. Lysin fördert die Mineralstoffaufnahme, wirkt auf den Blutdruck ein und trägt zur Immunabwehr und schneller Wundheilung bei.
Lupinen enthalten weitaus weniger Fett als Sojabohnen, nur etwa vier bis sieben Prozent. Zusätzlich handelt es sich um die wertvollen einfach und mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Viel Carotinoide und Vitamin E schützen die Fettsäuren vor Oxidation. Lupinenbohnen sind cholesterinfrei, optimal für alle die Probleme mit dem Fettstoffwechsel haben.

Süßlupine auch für Allergiker

Süßlupine enthält weder Stärke noch Gluten, dafür reichlich Mineralstoffe und Spurenelemente wie Kalzium, Kalium, Magnesium und Eisen. Auch sekundäre Pflanzenstoffe (Isoflavonoide), denen wissenschaftlich eine krebshemmende und zellschützende Wirkung zugeschrieben wird, sind in der Süßlupine reichlich zu finden.
Im Gegensatz zu anderen Hülsenfrüchten sind Lupinenbohnen leichter verdaulich, denn sie enthalten weniger blähende Substanzen. Lupinen enthalten kein Purin, sind also ein ideales Lebensmittel für Gichtpatienten. Da sie ohnehin unter einem erhöhten Harnsäurespiegel leiden, sollten sie auf purinreiche Nahrungsmittel verzichten.
Lupinen enthalten im Vergleich zu Sojabohnen weniger allergene Stoffe. Lupine enthält keine Laktose und ist daher auch für Menschen mit Laktoseintoleranz geeignet.
Süßlupinen sind wenig umweltbelastend, denn sie wachsen in ganz Europa und Produkte aus Lupinensamen stammen aus ökologischem Anbau. In Deutschland ist Mecklenburg-Vorpommern Hauptanbaugebiet für Süßlupinen.

Lupinen-Tofu – es muss nicht immer Soja sein

Verschiedene Lebensmittelhersteller und Forschungsinstitute haben sich rund um Neubrandenburg zusammengeschlossen. Unter dem Namen „PlantsProFood“ wollen sie die Nutzungsmöglichkeiten der Lupine als Lebensmittelzutat weiter untersuchen.
Auch wenn die großflächige Anwendung von Lupinenprodukten noch langsam vorangeht, so gibt es inzwischen doch schon verschiedene Nahrungsmittel mit Lupineninhaltsstoffen. Lebensmittelhersteller schätzen vor allem das Lupinenmehl. Wegen des hohen Fettanteils können bei der Produktion von Backwaren sogar Eier eingespart werden. Neben Lupinenmehl findet man auch Grieß, Schrot und Kleie aus Lupinensamen. Aus Lupinensamen kann man ein quarkähnliches Eiweißkonzentrat herstellen, das Tofu sehr ähnelt. Das Produkt wird unter dem Namen „Lopino“ als Block, Brotaufstrich und Bratling im Handel angeboten.
Auch Lupinenkaffee wird inzwischen von einigen Händlern angeboten. Er ist magenfreundlich, denn durch eine lange Röstzeit von 20 Minuten enthält er kaum Reiz- und Gerbstoffe.
Seit Mai 2011 ist sogar ein Eis namens „Lupinesse“ in einigen Edeka-Supermärkten im Sortiment. Das Eis wurde von der Firma Prolupin GmbH entwickelt und schmeckt wie herkömmliches Speiseeis. Es ist jedoch cholesterin- und laktosefrei, da bei der Herstellung auf Milch verzichtet wird.
Produkte aus Süßlupine können also zu einer gesünderen und trotzdem schmackhaften Ernährung beitragen. Bezugsquellen sind Naturkostläden, Drogeriemärkte und Internetshops.
Einziger Wermutstropfen der Süßlupine: wer allergisch auf Erdnüsse reagiert, bei dem kann auch der Verzehr von Lupinenprodukten allergische Reaktionen auslösen.

Quellen: WDR, Fraunhofer IVV, UGB-Vereine für Unabhängige Gesundheitsberatung in Europa,

weitere Informationen: http://www.zentrum-der-gesundheit.de/