Gesundheit und Wissenschaft: Frühstück schützt übergewichtige Frauen vor Diabetes

Wer einige Kilos zuviel auf den Hüften hat, neigt schnell dazu, eine Mahlzeit auszulassen, um Kalorien einzusparen. Aber gerade Frauen mit etwas mehr Gewicht sollten das Frühstück nicht überspringen. Denn so erhöht sich das Risiko einer Insulinresistenz und der Entwicklung eines Typ 2-Diabetes.

Gesundheit und Wissenschaft: Frühstück schützt übergewichtige Frauen vor Diabetes.

Gesundheit und Wissenschaft: Genetische Forschung bestätigt: Vitamin D-Mangel verursacht Bluthochdruck

Genetische Forschungen konnten beweisen, dass Vitamin D-Mangel eine mögliche Ursache für Bluthochdruck ist.

Gesundheit und Wissenschaft: Genetische Forschung bestätigt: Vitamin D-Mangel verursacht Bluthochdruck.

Übergewicht positiv bei Lungenanfall und septischem Schock

Übergewicht bringt vor allem allerlei Gesundheitsrisiken mit sich, aber neue Forschungen zeigen, dass ein paar Kilos extra bei einem Lungenanfall oder septischen Schock gerade einen positiven Einfluss haben können.

Das beweisen zwei verschiedene Studien, die beim Fachkongress CHEST 2012, der jährlichen Zusammenkunft der »American College of Chest Physicians« vorgestellt wurden. Die Forscher verglichen die Ergebnisse von adipösen (BMI über 30) und nicht adipösen Patienten bei einem septischen Schock und bei einem akuten Lungen- oder Asthma-Anfall. Ein Lungenanfall oder Exazerbation bezeichnet eine akute Verschlechterung bei COPD- und Asthma-Patienten.

Sterberisiko bei Normalgewichtigen höher

Aus den Forschungsergebnissen wurde deutlich, dass adipöse Asthmatiker zwar schneller einen Lungenanfall bekommen, aber das Risiko für schwere Lungenanfälle mit tödlichem Ausgang ist bei normalgewichtigen Asthmatikern höher.

Ungefähr dieselben Ergebnisse fanden die Wissenschaftler auch im Falle eines septischen Schocks: Patienten mit starkem Übergewicht hatten eine höhere Überlebens-Chance. Die Mediziner schreiben dieses sogenannte »Obesitas-Paradox« teilweise einer verminderten Immunreaktion durch bestimmte Botenstoffe – Zytokine – zu.

Quelle:

Petch Wacharasint, MD; John Boyd, MD; James Russell, MD; Keith Walley, MD: Obese Patients Have Decreased Mortality and Express a Lower Inflammatory Cytokine Profile During Septic Shock, CHEST.2012;142(4_MeetingAbstracts):411A-411A. doi:10.1378/chest.1389940

Foto: Dieter Schütz / pixelio.de

Cholesterinsenker hemmen Metastasenbildung

Cholesterinsenker zeigen Wirkung bei Metastasenbildung

Metastasenbildung ist eins der größten Probleme in der Krebsbehandlung. Schweizer Forscher entdeckten nun, dass Cholesterinsenker diesem Mechanismus entgegenwirken.

Zu den weltweit am häufigsten verordneten Medikamenten gehören Statine zur Senkung des Cholesterinspiegels. Patienten mit hohem Risiko auf Herz-Kreislauf-Probleme und Stoffwechselstörungen wie Diabetes und überhöhten Blutfetten erhalten solche Statine, um eine Arteriosklerose zu bremsen oder zu verhindern.

Forscher an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich entdeckten nun eine neue Wirkung des altbekannten Medikaments. An einem von ihnen entwickelten dreidimensionalen Zellkultursystem untersuchten sie, welche Wirkstoffe das Wachstum von Lymphgefäßen beeinflussen. Dieses Wachstum ist mitverantwortlich für die Metastasenbildung bei Krebspatienten und auch für eine Abstoßungsreaktion bei Organtransplantationen.

Neues Zellkultursystem

Herkömmliche Zellkulturverfahren bestanden aus einem zweidimensionalen Zellrasen in einer Zellkulturschale. Für das neue dreidimensionale System wurden winzige Naturkunststoffkügelchen mit menschlichen Lymphgefäßwandzellen beschichtet und in ein Gel gegossen. Durch Zufuhr von wachstumsfördernden Botenstoffen bildeten sie Aussprossungen, die im weiteren Verlauf neue Lymphgefäße bilden können.

Mit dem neuen Zellkulturverfahren war es den Wissenschaftlern möglich, mehr als 1.000 chemische Substanzen zu testen. Sie automatisierten den Prüfprozess mittels eines Screening-Mikroskops der ETH Zürich. Das Ergebnis waren 100.000 hochauflösende Bilder, die zeigten, ob die Lymphgefäßwandzellen Aussprossungen gebildet hatten. Die Anzahl der Aussprossungen wurden mit einem speziell dafür entwickelten Algorithmus ausgewertet.

3D-Zellkulturen können Tierversuche reduzieren

Die Testergebnisse des dreidimensionalen Zellkulturverfahrens entsprechen mehr den Messergebnissen von Tierversuchen und sind aussagekräftiger als herkömmliche Testsysteme. So könnte zukünftig die Anzahl der Tierversuche reduziert werden, auch wenn große Mengen an Wirkstoffen getestet werden müssen.

Bei dem aktuellen Screening der Wirkstoffe fanden sich unter den 1.000 Substanzen etwa 30, die das Lymphgefäßwachstum blocken. Die Wissenschaftler untersuchten zwei Wirkstoffe, von denen diese Wirkung bisher nicht bekannt war, genauer. Die Lymphgefäßwachstum hemmende Wirkung verschiedener Statine konnten sie durch Tierversuche an Mäusen bestätigen.

Statine in Zukunft gegen Krebs?

Die Forschungsergebnisse könnten es ermöglichen, dass die vielfach verordneten Statine zukünftig nicht nur zur Senkung überhöhter Blutfette eingesetzt werden, sondern auch zur Behandlung von Krebserkrankungen. Es ist schon seit Längerem bekannt, dass zahlreiche Krebsarten sich im Körper über die Lymphgefäße ausbreiten. Einige Tumorarten produzieren Stoffe, die das Wachstum von Lymphgefäßen zum Tumor stimulieren und so die Blutzufuhr zur Krebsgeschwulst erhöhen. Ein Medikament, das diesen Mechanismus unterbricht, wäre deshalb ein Segen für die Krebstherapie. Aktuell gibt es keine Arzneimittel, die das zuverlässig bewirken.

Laut den Angaben der Wissenschaftler könnten demnächst Patienten mit erhöhtem Risiko auf Krebserkrankungen eventuell vorbeugend mit solchen Medikamenten behandelt werden, um die Metastasenbildung eines beginnenden Tumors zu blockieren. Vorteil der Statine ist, dass sie schon für andere Erkrankungen zugelassen sind und daher gut erforscht. Dennoch muss untersucht werden, ob Statine in einer herkömmlichen Dosierung in der Lage sind, das Lymphgefäßwachstum ausreichend zu blockieren.

Quelle: ETH Zürich

Andullationstherapie – Vibrationen können heilen

(Benjamin Thorn / pixelio.de)

Ansullationstherapie wirkt bei Schmerzen und Verspannungen

Ein neues Therapieverfahren, das mit Vibrationen in einem bestimmten Frequenzbereich arbeitet, kann viele Beschwerden, vor allem des Bewegungsapparates, lindern. Das Verfahren wurde 2007 zum Patent angemeldet und wird nun immer öfter angewendet.

Die Andullationstherapie hat ihre Wurzeln in der Frequenzmedizin. Umfassende Forschungsarbeit unterstützte die ständige Weiterentwicklung der Frequenzmedizin und eröffnete neue Therapiemöglichkeiten. Das biophysikalische Verfahren der Andullation beruht auf einem einfachen Prinzip: Die körpereigenen Flüssigkeiten werden in Schwingung versetzt, um die Selbstheilungskräfte zu aktivieren.

Die Andullation will nicht nur Symptome bekämpfen, sondern die Ursachen der Erkrankung gezielt behandeln. Dem Körper werden dazu Frequenzen im Bereich von zehn Hertz übermittelt, die man auch als »Schönwetter-Frequenz« bezeichnet, da sie hauptsächlich bei schönem Wetter mit Sonne in der Atmosphäre verbreitet sind. Diese Frequenzen sind für den Menschen besonders gut verträglich.

Die Andullation optimiert Stoffwechsel und Durchblutung des Organismus, normalisiert die Funktionen und unterstützt den Körper bei der Regeneration.

Die Anwendung erfolgt mechanisch durch das Andullationstherapie-System, das die Frequenzen direkt in den Körper leitet. Unterstützt wird die Behandlung durch optische Therapiehilfen wie Infrarotstrahler.

Andullation ist vielseitig einzusetzen

Die Andullation ist nebenwirkungsfrei, altersunabhängig und auch vorbeugend anwendbar. Experten glauben, dass die ganze Bandbreite an Therapiemöglichkeiten noch lange nicht erschöpft ist. Die Stärke liegt in der gesundheitsfördernden Wirkung aller Körperfunktionen. Die Verbesserung des Stoffwechsels und der Durchblutung bilden die Basis zur Erhaltung oder Wiederherstellung der Gesundheit. Eine Reihe wissenschaftlicher Studien beweisen die dauerhafte Wirksamkeit der Andullationstherapie, die zunehmend in medizinischen Praxen Anwendung findet. Besonders bei Erkrankungen des Bewegungsapparates wie Rheuma oder Arthrose lindert die Andullation die Beschwerden. Aber auch bei akuten Wirbelsäulenproblemen wie Hexenschuss oder Bandscheibenvorfall kann die Therapie helfen. Weitere Anwendungsgebiete sind Muskelbeschwerden wie Nackenverspannungen und die Polyneuropathie, eine nicht entzündliche Erkrankung des peripheren Nervensystems. Gemeinsam sind den vorgenannten Krankheiten, dass sie häufig mit starken Schmerzen verbunden sind. Die Andullationstherapie bringt den Patienten Erleichterung und mehr Lebensqualität.

Was passiert durch Andullation?

Die unterschiedlichen Frequenzbereiche aktivieren verschiedene Körperfunktionen:

  • 6 bis 16 Hertz: Freisetzung von Botenstoffen, zum Beispiel das Hormon Prostaglandin, verbessern die Durchblutung

  • 10 Hertz: regenerative Wirkung auf Bänder und Sehnen, lindert Schuppenflechte (Psoriasis), wirkt stimmungsaufhellend im Gehirn

  • 15, 20 und 72 Hertz: fördern die Wundheilung durch die Bildung von Kollagen und Bindegewebe

  • 20 bis 40 Hertz: lassen Knochen schneller heilen mit höherer Festigkeit, verringern Muskelentzündungen und Muskelverspannungen

  • 70 Hertz: reduziert Schmerzen

Vibration ist eine alte Heilkunst

In Persien, Indien, Ägypten und China werden Schwingungen schon seit Jahrhunderten therapeutisch eingesetzt. Über Gesang, Gong und Klangschalen werden physikalische Frequenzen im niedrigen Bereich auf den Körper angewendet.

Auch in westlichen Ländern wurden vibrierende Therapie-Geräte für den medizinischen Einsatz genutzt. Schon im Jahr 1880 wurde der erste vibrierende Stuhl für Parkinson-Patienten verwenden.

Derzeit untersucht das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) weitere Einsatzmöglichkeiten der Andullationstherapie. Speziell der Einfluss verschiedener Frequenzen eines Andullationstherapie-Systems auf psychophysiologische Parameter des Herz-Kreislaufsystems wird zurzeit näher untersucht.

Quellen:

Foto: Benjamin Thorn / pixelio.de

1. Rubin C, Turner AS, Bain S, Mallinckrodt, McLeod. » Low mechanical signals strengthen long bones«. Nature. ;412:603-604. 2001

2. Rubin, C., Judex, S. & Qin, Y-X. (2006) Low-level mechanical signals and their potential as a non-pharmacologic intervention for osteoporosis. /age and Ageing / 35:32-36

Energy-Drinks bringen nicht nur das Herz aus dem Takt

Kaffee ist gesünder als Energy-Drinks (Martina Friedl / pixelio.de)

Energy-Drinks sollen schnell Energie liefern, Müdigkeit vertreiben und einen Frische-Kick liefern. Der Wachmacher für zwischendurch. Doch bei mehr als vier Dosen täglich kann es zu Herzrhythmusstörungen kommen.

Wissenschaftler der Schlesischen Universität Kattowitz testeten in einer Studie die Wirkung von Energy-Drinks mit 120 und 360 mg Koffeingehalt an 18 gesunden Probanden im Alter zwischen 20 und 35 Jahren. Die Wissenschaftler unter der Leitung der Nierenspezialisten Dr. Magdalena Szotowska stellten fest, dass es durch die 120-mg-Koffein-Dosis nicht zu nennenswerten Veränderungen bei Blutdruck und Pulsfrequenz kam. Das Getränk mit der 360-mg-Dosis verursachte allerdings einen deutlichen Blutdruckanstieg (systolisch 9.0 mmHg, diastolisch 9.4 mmHg) sowie eine erhöhte Pulsfrequenz von im Schnitt fünf Schlägen pro Minute. Zusätzlich zeigten sich bei diesen Studienteilnehmern Herzrhythmusstörungen mit Herzrasen (Tachykardie), Angstzuständen und Schlaflosigkeit. Dr. Szotowska ist nicht davon überzeugt, dass der systolische Blutdruckanstieg zwingend dem Energy-Drink zuzuordnen ist, weil er nur 15 Minuten nach dem Verzehr auftrat. Der diastolische Anstieg allerdings, der 30 Minuten nach dem Genuss der 360-mg-Dosis Koffein auftrat sowie das Herzrasen 90 Minuten nach dem Konsum sind sehr wahrscheinlich eine Folge des Drinks.

Energy-Drinks – die kombinierten Inhaltsstoffe sind problematisch

Dr. Szotowska glaubt, dass die Kombination der verwendeten Substanzen Saccharose, Taurin und Inosit mehr für die unerwünschten Nebenwirkungen verantwortlich ist als das Koffein alleine. Deshalb ist eine weitere Studie geplant. Dr. Szotowska rät vor allem Patienten mit Bluthochdruck, Diabetes und Herzproblemen vom Verzehr der Energy-Drinks ab. Und das, obwohl sie vor der Studie selbst gerne Energy-Drinks getrunken hat. Doch solche Ergebnisse hatten die Wissenschaftler nicht erwartet. Und Zusatzstoffe wie Guarana, häufig zu finden in den Erfrischungsgetränken, verstärken noch die aufputschende Wirkung der Energy-Drinks. Die Früchte der südamerikanischen Guarana-Pflanze enthalten ebenfalls Koffein, das im Körper nur sehr langsam abgebaut wird. Die Koffeinwirkung wird verstärkt und verzögert. Und Koffein kann abhängig machen: Wer täglich mehr als vier bis sechs Drinks zu sich nimmt, kann süchtig werden. Entzugserscheinungen äußern sich meist als Kopfschmerzen, Nervosität, Unruhe, Reizbarkeit sowie Konzentrations- und Schlafstörungen.

Weitere diesjährige Studien aus den USA bestätigen, dass eine Dose »Red Bull« mit 80 mg Koffeingehalt den Blutdruck erhöht. Dieselbe Menge Koffein alleine zeigt nicht diese Wirkung. Eine australische Gift-Notruf-Zentrale berichtet von fast 300 Fällen mit Vergiftungserscheinungen aufgrund von Energy-Drinks. Die Betroffenen – alle im Alter von etwa 17 Jahren – hatten durchschnittlich fünf Energy-Drinks in einer Stunde konsumiert. Die meist genannten Symptome waren Herzklopfen, Unruhe, Zittern und Magen-Darm-Verstimmungen. 21 Patienten zeigten schwere Beeinträchtigungen des Herz-Kreislauf- und Nervensystems. 128 Patienten, von denen 57 nichts anderes zu sich genommen hatten, mussten stationär im Krankenhaus behandelt werden. Amerikanische Kinderärzte fordern nun die Sicherheit dieser Produkte genauer zu untersuchen, und nötigenfalls die Vorschriften anzupassen. Denn laut einem Bericht des kalifornischen »Fountain Valley Patch« starb im Dezember 2011 sogar ein gesundes 14-jähriges Mädchen wenige Tage nach dem Konsum von Energy-Drinks. Die Autopsie ergab als Todesursache Herzrhythmusstörungen aufgrund einer Koffeinvergiftung.

Energy-Drinks – schaden auch den Zähnen

Weitere Studien über Energy-Drinks ergaben einen sehr hohen Säuregehalt, der den Zahnschmelz schnell angreift. Und der enthaltene Zucker – zehn bis zwölf Würfel pro 250-ml-Dose – beschleunigt noch zusätzlich die Entstehung von Karies. Mal ganz abgesehen vom Risiko, bei täglichem Genuss schnell zu viele Kilos auf den Hüften zu haben. Allergiker sollten ebenfalls besser zu anderen Getränken greifen, denn die vielen Zusatz- und Farbstoffe können bei Betroffenen allergische Reaktionen hervorrufen. Weil die Trendgetränke in den schrillbunten Verpackungen mit skurrilen Namen wie »Rockstar Original«, »Rhino‘s« oder »Sexergy« besonders von Jugendlichen geliebt werden, müssen die Hersteller per Gesetz auf den erhöhten Koffeingehalt hinweisen. Ab 2014 ist zusätzlich der Hinweis vorgeschrieben: »nicht empfohlen für Kinder, Schwangere und koffeinempfindliche Personen«. Ob dadurch die Kaufentscheidung der vorwiegend jungen Konsumenten beeinflusst wird, bleibt abzuwarten.

Quellen:

1. Szotowska M, Bartmanska M, Wyskida K, et al. Influence of »energy drinks« on the blood pressure and the pulse rate in healthy young adults. J Hypertension 2012; 30 (e-Supplement A):e369

2. Koczwara K. Moms talk: Are energy drinks safe for teens? Fountain Valley Patch, April 26, 2012

3. Academy of General Dentistry. (2012, May 3). »Irreversible Damage To Teeth Caused By Sports And Energy Drinks.« Medical News Today

Foto: Martina Friedl / pixelio.de