Genetische Forschungen konnten beweisen, dass Vitamin D-Mangel eine mögliche Ursache für Bluthochdruck ist.
Gesundheit und Wissenschaft: Genetische Forschung bestätigt: Vitamin D-Mangel verursacht Bluthochdruck
Neue Mikrobatterie ist im Nu aufgeladen
Smartphones und Computer werden immer leistungsfähiger, aber die Akkus hinken in der Entwicklung hinterher. Wissenschaftler haben nun eine neue Mikrobatterie entwickelt, die das ändern soll.
Schwere Krankheiten können leider jeden treffen. Eine Dread-Disease-Versicherung kann in diesem Fall vor großen finanziellen Verlusten schützen. Doch welche Krankheiten kann man damit absichern?
Einkommenssicherung bei Krankheit
Wenn man durch eine schwere Erkrankung aus dem alltäglichen Leben gerissen wird, ist das schon schlimm genug. Und häufig führt das nicht nur zu körperlich und seelisch belastenden Situationen. Der Betroffene und seine Familie müssen dann sehr oft auch noch große finanzielle Belastungen hinnehmen. Hohe Kosten für Therapien und Medikamente und eine vorübergehende oder dauerhafte Erwerbsunfähigkeit können Familien an die Grenzen ihrer finanziellen Möglichkeiten bringen.
Steigendes Interesse weltweit
Um diesen Ernstfall aufzufangen, entwickelte der südafrikanische Herzchirurg Marius Barnard Anfang der 80er Jahre die Dread-Disease-Versicherung. Sie breitete sich schnell über den anglo-amerikanischen Raum aus. Zu dieser Zeit setzte man in Deutschland noch hauptsächlich auf die Unfall- und Berufsunfähigkeitsversicherung. Doch eine Dread-Disease-Police hat einige Vorzüge. Und der Wunsch nach Vorsorge und finanzieller Absicherung steigt zunehmend, gerade auch bei jungen Leuten.
Welche schweren Erkrankungen werden versichert?
Die Versicherung gegen schwere Krankheiten beinhaltet in der Regel Leistungen bei Erkrankungen wie Krebs, Herzinfarkt, Schlaganfall, multipler Sklerose, Parkinson, Lungenerkrankungen, Bypass-Operationen oder Organtransplantationen. Aber auch Unfallfolgen wie Taubheit, Blindheit, Lähmungen, Sprachverlust oder schwere Verbrennungen können über eine Dread-Disease-Versicherung versichert werden.
Welche Krankheitsbilder abgedeckt werden, richtet sich nach dem gewählten Tarif. Ebenso sind je nach Tarif zusätzliche Optionen wie Mitversicherung von Angehörigen, weltweiter Versicherungsschutz, lebenslanger Versicherungsschutz oder Nachversicherungsgarantien möglich.
Der Leistungsfall
Erkrankt der Versicherte an einer der Krankheiten, die in der Versicherungspolice definiert sind, so erhält er nach der Diagnosestellung die vereinbarte Summe als einmalige Zahlung. Im Gegensatz zur Berufsunfähigkeits- und Erwerbsunfähigkeitsrente wird keine monatliche Rente gezahlt. Insofern sollte eine Dread-Disease-Versicherung immer als Ergänzung gesehen werden. Die Zahlung der Versicherungssumme erfolgt allerdings unabhängig davon, ob die Arbeitskraft des Versicherten eingeschränkt ist oder nicht. Sobald die Diagnose von einem zugelassenen Mediziner festgestellt wurde, kann die Leistung der Dread-Disease-Versicherung beansprucht werden. Durch die Bereitstellung einer größeren Geldsumme können notwendige Ausgaben abgedeckt werden. Dies können auch Kosten sein, die nicht direkt mit der Behandlung oder Rehabilitation in Zusammenhang stehen. Eine Dread-Disease-Versicherung bietet daher vor allem Selbstständigen und Freiberuflern eine finanzielle Absicherung, die eine längere Phase von Arbeitsunfähigkeit überbrücken müssen.
Erstmals viersträngige DNA im Menschen entdeckt
Forscher haben erstmals viersträngige DNA in menschlichen Zellen entdeckt. Das könnte für die Krebsbehandlung zukünftig wichtig sein.
Wir kennen DNA (engl. deoxyribonucleic acid) oder die deutsche Bezeichnung DNS (Desoxyribonukleinsäure) als spiralförmig gedrehten Doppelstrang der sämtliche Erbinformationen enthält. Nun wurde zum ersten Mal eine Verdoppelung dieser Struktur in menschlichen Zellen entdeckt. Forscher der Universität Cambridge veröffentlichten ihre Entdeckung im Fachmagazin »Nature Chemistry«. Sie glauben, dass diese viersträngige DNA ein wichtiges Ziel in der Krebsbehandlung sein könnte.
Vierfach-DNA kurz vor der Zellteilung
Die DNA-Variante mit vier Strängen hat eine mehr quadratische Form. Die Wissenschaftler fanden einen Zusammenhang zwischen der Konzentration der viersträngigen DNA und der Zellteilung. Sie sahen, dass die viersträngige DNA öfter auftritt unmittelbar vor der Zellteilung.
Normalerweise wird die DNA bei jeder Zellteilung ausgelesen und kopiert. Bei Krebs verläuft dieser Prozess jedoch nicht planmäßig, wodurch sich Zellen unkontrolliert teilen und letztlich Tumore entstehen.
»Wir zeigen, dass vierfache DNA häufiger in Zellen vorkommt, die sich schnell teilen, so wie Krebszellen«, berichten die Forscher aus Cambridge. Sie sehen darum auch die vierfache DNA als Ziel in der Krebstherapie. Da diese DNA-Form vor allem auftritt bei sich schnell teilenden Krebszellen, könnte das Ausschalten dieser DNA die übermäßige Zellteilung hemmen.
Spezifische Behandlung möglich
Die Briten glauben, die Zellteilung bei Krebszellen vor allem dadurch bremsen zu können, in dem sie speziell die Vierfach-DNA ausschalten. So bleibt die normale DNA und damit eine normale Zellteilung erhalten. In ihren Forschungen gelang es den Wissenschaftlern auch mit Hilfe eines Hemmstoffs die Konzentration der vierfachen DNA-Helix zu reduzieren.
Doppel-Helix vor sechzig Jahren entdeckt
Unsere Erbinformationen bestehen normalerweise aus einer DNA-Doppelhelix, zwei DNA-Stränge, die sich ergänzen und spiralförmig umeinander gedreht sind. James Watson und Francis Crick entdeckten die Struktur des menschlichen Erbguts 1953. Zum sechzigjährigen Jubiläum der Doppelhelix fanden die Forscher in Cambridge nun eine Verdoppelung der Doppelhelix in lebenden menschlichen Zellen. In früheren Studien war zwar die vierfache DNA schon im Reagenzglas beobachtet worden, aber bis jetzt konnte die DNA-Variante nicht in lebenden Zellen nachgewiesen werden.
Quelle: Giulia Biffi, David Tannahill, John McCafferty, Shankar Balasubramanian: Quantitative visualization of DNA G-quadruplex structures in human cells, Nature Chemistry (2013), doi:10.1038/nchem.1548
Muscheln liefern medizinischen Klebstoff
Der Klebstoff, mit dem Muscheln sich am Untergrund verankern, eignet sich hervorragend für den medizinischen Einsatz als Gewebekleber.
Muscheln kennen und lieben Genießer vor allem in Wein gekocht, mit Gemüse und frischen Kräutern. Doch sie können mehr als unseren Gaumen zu verwöhnen. Amerikanische Wissenschaftler der »Pennsylvania State University« fanden heraus, dass der Muschelleim mit dem sich die Meeresbewohner an Steinen und Schiffswracks festhalten, achtmal stärker ist als chirurgischer Klebstoff. Den Bio-Ingenieuren gelang es, mit Hilfe der Muscheln einen guten Kleber herzustellen. Sie präsentierten ihre Forschungen im Fachblatt »Biomaterials«.
Gewebekleber, die Chirurgen momentan verwenden, haben den großen Nachteil, dass sie schlecht auf nassen Oberflächen wie Organen und Blutgefäßen haften, berichten die Forscher. Muscheln verankern sich gerade im Wasser mit starken Gezeitenströmungen. Die Weichtiere nutzen dafür als Klebemittel iCMBAs, sogenannte Bioadhäsive.
Starker Muschelkleber
Den Klebstoff, den die Wissenschaftler den Muscheln abgeschaut haben, bindet sich achtmal besser an nasses Gewebe als herkömmlicher chirurgischer Kleber. Die Forscher der »Pennsylvania State University« testeten den neuen Klebstoff an Wunden bei Ratten und verglichen die Wirkung mit normalem Nahtmaterial und chirurgischem Gewebekleber.
Den Bio-Ingenieuren zufolge ist der Muschelkleber nicht nur für das Verschließen von Wunden geeignet, sondern auch als Bindemittel bei Transplantationen, zum Beispiel bei Hauttransplantationen für Brandwunden. Der Muschelkleber könnte in Zukunft traditionelle Methoden zur Wundverschließung wie Klammern oder Nähte ersetzen. Auch für einen kurzzeitigen Wundverschluss ist der natürliche Klebstoff geeignet. »Wenn das Material nur eine Woche in der Wunde bleiben soll, können wir dafür sorgen, dass es innerhalb dieser Zeit komplett aus dem Körper verschwindet«, erklären die Bio-Ingenieure.
Antimikrobielle Mittel
Der neue Gewebekleber ist noch nicht ganz fertig. Die Forscher denken darüber nach, dem Haftmittel neue Bestandteile zuzufügen, wodurch es neue Funktionen bekommt. So ist es möglich, Antibiotika hinzuzufügen, und dem Kleber so eine Doppelfunktion zu verleihen.
Die Wissenschaftler wollen außerdem die Bindekraft des Muschelklebers noch erhöhen. Das wäre wichtig, um Knochenbrüche kleben zu können. Dafür ist der Klebstoff in der aktuellen Phase noch nicht stark genug.
Einen Nachteil hat der Muschelklebstoff allerdings noch: Nach der Anwendung werden leichte Entzündungsreaktionen hervorgerufen. »Doch das ist bei allem, was in den Körper eingebracht wird und dort nicht hingehört so«, meinen die Wissenschaftler.
Muschelklebstoff schon einige Jahre auf dem Prüfstand
Schon 2009 hatten Forscher an der »North Carolina State University« mit dem natürlichen Klebstoff der Weichtiere experimentiert. Sie entdeckten schon damals, dass die Muscheln bestimmte Proteine für ihren körpereigenen Kleber produzieren, der ungiftig und ökologisch unbedenklich ist. Traditionelle medizinische Klebstoffe können dagegen toxikologisch wirken und sind ökologisch umstritten. Die Studienautoren hofften schon damals auf einen medizinischen Einsatz des Muschelklebers und versprachen sich bessere Heilung und weniger Narbenbildung. Auch die präzise Anwendbarkeit begeisterte die Forscher und könnte neue Einsatzgebiete wie die Augenchirurgie eröffnen.
Quellen:Mohammadreza Mehdizadeh, Hong Weng, Dipendra Gyawali, Liping Tang, Jian Yang: Injectable citrate-based mussel-inspired tissue bioadhesives with high wet strength for sutureless wound closure, Biomaterials, Volume 33, Issue 32, November 2012, Pages 7972-7983, ISSN 0142-9612, doi: 10.1016/j.biomaterials.2012.07.055
Roger J. Narayan et al.: Inkjet printing of bioadhesives, Journal of Biomedical Materials Research Part B: Applied Biomaterials Volume 89B, Issue 1, pages 28–35, April 2009, doi: 10.1002/jbm.b.31183
Foto: Rolf Handke / pixelio.de
Schon eine Fast Food-Mahlzeit hat negative Auswirkungen auf die Blutgefäße:
Studie warnt: Fast Food macht Blutgefäße unelastisch – Ernährung – Artikel Magazin.





Geschrieben
am 4. Januar 2013